Tauchen: Paradies zwischen Floß und Plößberg

Anfahrt zum Paradies

Anfahrt über die Staatsstraße 2171 von Floß nach Plößberg. Direkt am Waldanfang geht rechts ein Weg weg, den man nach 50 Meter nicht mehr befahren darf. Von dort geht es einen Kilometer bergauf. Fast am Gipfel biegt man links ab und hat den alten Steinbruch erreicht. Das Paradies oder auch die Plattn wurde bisher kaum betaucht und ist ein echter Geheimtipp. Das Gewässer hat einen Durchmesser auf der langen Seite von ca. 50 Meter. Der Einstieg erfolgt über eine Stufe auf ein Miniplateau mit 1,5 Meter Tiefe. Am Rand des Plateaus geht es sofort auf die maximale Tiefe von 11 Meter hinab. Ab acht Meter wird es schlagartig stockdunkel und die Sicht geht nahe null. Auf der gegenüberliegenden Seite gibt es eine beeindruckende Klippe, die auch gerne von Badegästen zum Springen verwendet wird. Darunter ist das Wasser vier bis sechs Meter tief und es gibt mehrere große Felsblöcke.

Im See wurden in den Vorjahren Goldfische ausgesetzt, die sich gut vermehrt haben und nun in allen Farbschattierungen zu finden sind. Daneben gibt es einige größere Schleihen von ca. 50 Zentimeter und ein paar wenige Karpfen. Im Flachwasser an den Rändern findet man auch recht leicht einige Flußkrebse.

Wegen der Badegäste sollte unbedingt jemand an Land sein, der die Taucher beobachtet und etwaige Klippenspringer im richtigen Moment bremst.

Tauchgangsdaten:
Datum: 08.008.2009
Sicht: 3-4 Meter, unter 8 Meter < 50 Zentimeter
Temperatur: Oberfläche: 20 Grad, unter der Sprungschicht bei 3 Meter: 12 Grad, am Grund 11 Grad
maximale Tiefe: 9,5 Meter
Tauchdauer: 84 Minuten

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15 Gedanken zu „Tauchen: Paradies zwischen Floß und Plößberg

  1. Das Paradies ist bestimmt ein schöner Ort zum Tauchen, sollte deshalb aber auch geheim bleiben..und nicht eine genaue Karte im Internet davon zu finden sein!!
    Es werden immer mehr Leute die diesen Platz kennen, und dementsprechend sieht es dor auch langsam aus! Müll, Zigaretteschachteln, Lagerfeuer, Essenreste usw…
    Vielleicht ist es möglich, die Wegbeschreibung wieder aus dem Internet zu entfernen. Sonst wird es früher oder später nicht mehr Paradies heißen sondern Müllablade…….
    Lg

  2. Es gab bereits genug Verweise auf diesen Ort, bevor ich diesen Beitrag online stellte, selbst im Tauchernet. Die umliegenden Gemeinden machen auch Werbung mit diesem Weiher und diverse Wanderseiten haben Routen mit GPS-Daten online gestellt.

    Die schwere Zugänglichkeit verhindert sowieso, dass zu viele Taucher kommen werden. Und zum Thema Müll kann ich nur sagen, dass Taucher wohl da eher das geringste Problem darstellen. An dem Samstag als wir dort waren, waren allein drei Gruppen von einheimischen Jugendlichen zum Feiern da, die kistenweise Bier angekarrt hatten und auch Lagerfeuer und Grills schürten.

  3. dort ist es viel zu schön um es zu verschmutzen.
    wir würden es schade finden wenn es verdreckt wird.
    aber an der steilen mauer sollte man eine strickleiter oder sonstiges befästigen das die klippenspringer besser aus dem wasser kommen können.
    vor ein paar jahren waren fast nie leute dort doch heute wenn man hinkommt sind viele menschen gruppen zu finden.

  4. also des mit dem strickleiter dran machen braucht man nicht unbedingt. Weil gleich wenn man reinspringt rechts eine klippe ist wo man schön raufklettern kann 🙂

  5. ja da ist es toll aber die Klippe ist schlimm
    da bin ich einmal runter gesprungen und bin falsch ins wasser aufgekommen.!
    Ja des hat dan auch netsprechend weh getan 🙂
    Aber eine Frage hätt ich wie hoch ist die Klippe eigentlich?

    Würde mich auf eine schnelle antwort freuen 🙂

  6. Naja, auf dem Foto sieht man es ja ungefähr. Die Klippe dürfte so 7-8 Meter hoch sein. Das Wasser an der Stelle war rund fünf Meter tief.

  7. Hallo,

    wir kommen gerade von dort und hatten eine tolle Zeit. Das viel Müll dort liegt kann ich so nicht bestätigen. Es wirkte eigentlich recht sauber.

    Peter

  8. Die Seite ist super, aber stimmt die Karte zu veröffentlichen find ich auch problematisch. Der Weiher ist überhaupt nicht ausgeschildert und das sollte auch so bleiben. Bin öfters mal dort und meist sind nur so 10-20 Personen dort. Aber wenn sich das mal rumspricht na Danke. Platz zum Hinlegen gibt es eh nicht allzuviel. Trotzdem danke für die Infos und das du das Gerücht widerlegt hast, dass unten ein Bagger sein soll 🙂
    Markus

  9. Als man mich das erste Mal nach El Paradiso mitnahm, wurde mir der Schwur abgenommen, niemals zu verraten, wo es sich befindet. Daran habe ich mich seither gehalten. Zu “unserer Zeit” (70er) wurde in diesem Naturwunder nackt gebadet. Hippies lagerten hier den ganzen Tag. Hat jemand eine Ahnung, was in dem alten Bergwerk abgebaut wurde?

    Herbert

  10. In diesem Steinbruch wurde Granit der Sorte Flossenbürger Grantit (Flossenbürg Blau) gebrochen. Es handelt sich um einen Zweiglimmer-Granit aus dem Oberkarbon.

    Aus diesem und weiteren kleinen Steinbrüchen in der Nähe wurden vor und nach dem Krieg die Steinmetzbetriebe v.a. in Plößberg ( Gebr. Bäumler ), bis zur Schließung der Steinbrüche, beliefert.
    Von dort wurden die Gebrochenen Steinquader zum Teil mit Pferde/Ochsen-Fuhrwerken, später auch mit frühen Traktoren zu den Steinmetzen gebracht, was man sich heutzutage kaum vorzustellen vermag.

  11. Danke Hans für die fundierte Info. Als wir vor vierzig Jahren von der Klippe sprangen, dachten wir, es sei ein Silber – Bergwerk gewesen.

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